Campact hat ein Schreiben an Sigmar Gabriel geschrieben zum Thema „Gabriel gefährdet die Energiewende“. Gabriel hat nun darauf geantwortet. Hier Informationen von Campact zur Antwort von Sigmar Gabriel und eine Antwort auf die Antwort.

Text im folgenden original von Campact

Sigmar Gabriel antwortet

Unser Appell zeigt erste Wirkung: Herr Gabriel reagierte mit einer ausführlichen Antwort auf Facebook. Wir haben zurückgeschrieben.

Lesen Sie unseren Brief an Sigmar Gabriel…

Liebe Interessierte,

weit über 130.000 Menschen haben in den ersten Tagen unseren Appell „Energiewende nicht absägen“ unterzeichnet – und Sie sind auch mit dabei. Ein kraftvolles Signal, das seine Wirkung bei Energieminister Gabriel nicht verfehlt. Er hat uns ausführlich auf Facebook geantwortet. Wir gingen „nicht sauber mit Fakten um“. Dass er die Energiewende absägen wolle, sei „schlicht absurd“. Und wir sollten „nicht auf Verunglimpfungen setzen“.

Wir haben zurückgeschrieben. Und stehen dazu: Gabriels Pläne sind ein Schlag gegen die Energiewende. Was halten Sie von unserer Antwort?

Lesen Sie Gabriels Schreiben und unsere Antwort – und verbreiten Sie unseren Blogbeitrag…

Beinahe hätten wir gestern früh auch das Vergnügen zu einer direkten Diskussion mit Gabriel gehabt. Wir protestierten zusammen mit dem BUND vor der Tür seines Ministeriums, schließlich hatte er alle Energieminister der Länder zu sich geladen. Erst sagte er zu, vorbeizukommen, dann reichte angeblich die Zeit nicht mehr für uns…

Okay, diesmal nicht. Aber wir kommen wieder, mit sicher noch weit mehr Unterschriften dabei –  und dann wird er um eine direkte Diskussion mit uns nicht herum kommen. Auch gestern schon füllten Bilder von unserer Aktion die Nachrichtensendungen.

Vor allem aber wurde nach dem Gespräch zwischen Gabriel und den Landesministern deutlich: Da ist noch ordentlich Spiel im Ringen um die Energiewende. Der Widerstand, der Gabriel sowohl aus der Zivilgesellschaft als auch von den Ministerpräsident/innen der Bundesländer derzeit entgegenbläst, verfehlt seine Wirkung nicht. Gerade der Ausbaudeckel bei Wind an Land scheint alles andere als beschlossen zu sein. Sprich: Protest lohnt sich!

Wir werden die nächsten Wochen nutzen, um die Ministerpräsident/innen der Länder weiter unter Druck zu setzen. Sie müssen Gabriel weit höhere Ausbauziele für die Erneuerbaren, einen Verzicht auf Ausbaudeckel für Wind- und Solarenergie und ein entschiedenes Vorgehen gegen Kohlekraft abringen. Den entscheidenden Landesfürsten wollen wir daher jeweils im Rahmen von öffentlichen Aktionen unseren Appell überreichen und mit ihnen das Gespräch suchen.

Für den 22. März rufen wir daher zusammen mit unseren Bündnispartnern zu Demonstrationen in den Landeshauptstädten auf – in Düsseldorf, Hannover, Kiel, Mainz/Wiesbaden, München, Potsdam und womöglich auch Stuttgart.

Wir setzen darauf, dass Sie uns weiter unterstützen und am 22. März mit dabei sind.

Mit herzlichen Grüßen

Christoph Bautz und Oliver Moldenhauer