Es ist kalt. Winter in Berlin. Nicht meine Lieblingsjahreszeit. Und doch: es hat auch Vorteile. Zum Beispiel habe ich seit drei Tagen meinen Naturkühlschrank in Betrieb.

Was heisst das? Ich habe meinen Elektrokühlschrank ausgeschaltet und ausgeräumt. Und in meiner Speisekammer eine Aufhängung (zwei Metallkörbe mit Schnur und Haken dran) ans Fenster gehängt. Nach aussen. Und darin stehen nun Käse, Marmelade, Butter und andere Dinge. Und auf dem Fensterbrett steht der Rest. Und unten auf dem Boden steht das Gemüse in Kartons (Biogemüse vom regionalen Brandenburger Biobauern. Mmmmmmh!).

So einfach. Und der komplette Strom gespart. Wenn der Berliner Winter wieder so knirsch wird wie der letzte, der komplette Kühlschrankstrom von Dezember bis April. Das ist fast ein halbes Jahr.

Tipps für den eigenen Naturkühlschrank
Temperatur
Am besten ein Thermometer in den neuen Naturkühlschrank legen und die Temperatur messen. Gut wäre 15 Grad oder kälter. Und natürlich über null Grad, sonst ist es kein Kühlschrank, sondern ein Gefrierschrank.

Lage
Perfekt ist wie bei mir eine Speisekammer oder ähnliches, das abgetrennt ist von der geheizten Wohnung. Habt ihr keine Speisekammer, ist ein geschütztes Fensterbrett oder ähnliches auch okay. Auch hier gilt: am besten die Temperatur messen. Nicht so günstig ist ein Fensterbrett in potentieller Sonne, da es da bei Sonnenschein schnell zu über 15 Grad kommen kann und die Produkte dann schnell schlecht werden.
Wichtig ist, darauf zu achten, dass durch die Kühlung des Raumes nicht andere Räume gekühlt werden, die dann mehr geheizt werden müssen. Sonst ist der Energiespareffekt wieder weg.

Und wie immer gilt: experimentieren und probieren, was für Euch am besten passt. Viel Spass dabei!

Naturkühlschrank