monsanto-campactMonsanto und andere Firmen versuchen mit Patentanmeldungen Pflanzen für sich zu deklarieren, die eigentlich Allgemeineigentum sind, die allen gehören. Gegen dieses Vorgehen gibt es – zum Glück – viel Widerstand. Und wieder einmal hat er sich bezahlt gemacht: ein weiterer Versuch von Monsanto auf ein Patentrecht ist gescheitert. Und damit haben wieder einmal alle gewonnen – alle, die diese Pflanze weiterhin anbauen können, ohne Geld an Monsanto zu zahlen.

Foto und Text im folgenden von campact

377138 haben den Appell gegen Patente auf Leben bereits unterzeichnet. Nun hat das Europäische Patentamt das Monsanto-Patent auf eine Melone widerrufen. Damit das keine Ausnahme bleibt, wollen wir 500.000 Unterschriften an Heiko Maas übergeben:

Bitte unterzeichnen Sie den Appell gegen Patente auf Leben

Es war eine Zitter-Partie bis zur letzten Minute – aber jetzt ist klar: Das Europäische Patentamt hat das Monsanto-Patent auf eine natürlich vorkommende Melone widerrufen. Gegen das 2011 erteilte Patent hatten Umweltorganisationen Einspruch eingelegt – und mehr als 377138 Menschen haben in den vergangenen Tagen den Campact-Appell gegen Patente auf Leben unterzeichnet.

Für uns alle ist die Entscheidung ein erster Erfolg. Doch am Grundproblem ändert sie noch wenig: Das Europäische Patentamt will weiter Patente auf Leben vergeben. Damit droht uns nach wie vor ein Konzern-Monopol über unsere Nahrung.

Aus diesem Grund geht unsere Kampagne jetzt erst richtig los. Unser Ziel: Justiz- und Verbraucherschutz-Minister Heiko Maas muss die Initiative ergreifen – und mit einem Antrag im Verwaltungsrat des Amtes die Patentierung von Leben stoppen. In den nächsten Tagen werden wir daher Maas kontaktieren, um ein Gespräch sowie die Übergabe unseres Appells zu vereinbaren.

Damit wir im Ministerium durchdringen, wollen wir mindestens 500.000 Unterzeichner/innen hinter unserer gemeinsamen Forderung vereinen. Bitte unterzeichnen auch Sie den Appell gegen Patente auf Leben:

Hier klicken und Appell unterzeichnen

Egal ob Tomate, Paprika oder Weizen, Gurke, Melone oder Apfel: Mit dem Segen des Europäischen Patentamtes erklären Konzerne wie Monsanto und Co. ganz normal gezüchtete Lebensmittel zu „Erfindungen“ – die sie dann exklusiv vermarkten dürfen. So entsteht ein Monopol über unsere Ernährung.

Bereits 95 Prozent des Gemüse-Saatguts werden von nur 5 Konzernen kontrolliert. In weiten Teilen der Welt können sich Menschen das teure, patentiere Saatgut nicht mehr leisten – sie hungern und verlieren ihre Lebensgrundlage. Auch bei uns geht die Nahrungsmittelvielfalt zurück und die Preise steigen.

Zwar hat sich die Bundesregierung festgelegt, Patente auf Leben zu verhindern – doch sie handelt einfach nicht. Mit unserem Appell wollen wir den zuständigen Verbraucherschutzminister Heiko Maas dazu bringen, dem Versprechen Taten folgen zu lassen.

Hier klicken, um direkt online zu unterzeichnen

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Lara Dovifat

PS: Noch ein Wort zum Europäischen Patentamt: Was wie eine seriöse Behörde klingt, ist in Wirklichkeit ein profit-orientiertes Unternehmen. Patentanträge bringen dem Patentamt saftige Umsätze – mindestens 2 Milliarden Euro im Jahr. Da ist es klar, dass weder das „Amt“ noch Monsanto & Co. an der jetzigen Situation etwas ändern möchten. Sie werden sich wehren. Doch darauf sind wir vorbereitet: mit einem starken Bündnis aus Patentrechtsexperten, Bäuer/innen und Züchter/-innen. Damit der Appell auch europaweit Wirkung zeigt, unterstützt uns unsere europäische Schwesterorganisation WeMove.

Hier unterzeichnen & Patente-Wahnsinn stoppen

Mehr Informationen und Petitionen von campact:

www.campact.de