Prüfungsangst ist wie viele andere Ängste noch immer häufig anzutreffen. In problematischen Fällen können verschiedene Methoden helfen. Eine sehr kraftvolle und effektive Methode für Ängste, besonders auch für Prüfungsängste ist EMDR.

EMDR und Trauma

EMDR ist eine Methode, die ursprünglich in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts zur Bearbeitung von Traumata entwickelt wurde. In den letzten Jahrzehnten wurde immer deutlicher, dass die Bezeichnung Trauma, ursprünglich nur für Extremsituationen wie Kriegserlebnisse, Flugzeugabstürze, Gruppenvergewaltigungen und andere Katastrophen verwendet, erweitert werden muss. Inzwischen in der Definition von Trauma viel mehr Raum für Erlebnisse, die traumatisch für die einzelne Person sein können, aber im Aussen nicht als große Katastrophe beobachtet werden.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Anwendung der Methode EMDR in der vergangenen Zeit erweitert. Von den Anfängen, in denen sie als klassische Traumatherapiemethode erfolgreich bei sogenannten „austherapierten“ Fällen wie den Vietnamveteranen eingesetzt wurde und seither eine immer größere Anwendung bis hin zu häufigem Einsatz, beispielsweise der UNO bei Katastrophen, etwa dem Tsunami in Thailand und in Kriegsgebieten.

Neue Definition von Trauma

Gleichzeitig wurde immer deutlicher, dass Trauma auch in kleinerem Maßstab passieren, dann aber ebenso langfristige Schäden hinterlassen können. Die Methode EMDR wird deshalb in den letzten Jahrzehnten zunehmend angewandt, um bei verschiedensten Auswirkungen von traumatischen Erlebnissen Hilfestellung zu geben. Eine Gruppe der Symptome sind Ängste, darunter auch die Prüfungsangst.

Trauma und Ängste

Das Problem des Traumas, so auch der Prüfungsangst, ist das ungenügende Verarbeiten der Informationen und vor allem der Gefühle im Moment der traumatischen Situation. Dies führt dazu, dass in Zukunft Situationen, die der ursprünglich traumatischen in irgendeiner Weise ähneln, die Person wieder mehr oder weniger stark in die traumatischen Gefühle zurückversetzen. So wird die Person behindert, mit der Situation den Anfordernissen zu entpsrechen. Oftmals fühlt sie sich weitgehend gelähmt, ohnmächtig und voller Angst.

Augenbewegungen helfen

Die Basis der Methode EMDR sind bilaterale Augenbewegungen. Dies bedeutet, dass vor allem durch die Augenbewegungen und andere Aspekte des Settings eine nachträgliche Verarbeitung der ursprünglich traumatischen Situation möglich ist. So kann das Trauma verarbeitet werden. Oftmals handelt es sich hier um Kindheitserlebnisse, manchmal aber auch um Ereignisse der jüngeren Vergangenheit.

Prüfungsangst lösen mit EMDR

Nach erfolgreicher Verarbeitung der ursprünglichen Problematik, kann die Angst, hier die Prüfungsangst, damit verschwinden. Nun kann die Person in Situationen, die ursprünglich problematisch waren, entspannt und frei von negativen Gefühlen der Vergangenheit, selbstbestimmt und der Situation angemessen reagieren. Die Prüfungsangst ist Vergangenheit. Die Gegenwart und Zukunft kann wieder selbst gestaltet werden.

Mehr Information zu EMDR, Sitzungen bei EMDR-Coach/Beraterin Andrea Hofmann in Berlin Neukölln / Treptow, Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Mitte
http://www.andrea-hofmann.de/de/methoden-emdr.html

Webseite von Francine Shapiro, der Begründerin von EMDR (englisch)
http://www.emdr.com/