Gesunde Lebensführung wird noch oft genug belächelt. Noch immer ist die Denkweise verbreitet, dass der Mensch unbeeinflussbar gesund ist und höchstens durch große Operationen oder die Chemie der Pharmaprodukte zu beeinflussen.

In den letzten Jahren und Jahzehnten gibt es aber zunehmend viele wissenschaftliche Studien, die das Gegenteil beweisen. Sie zeigen, wie eng der menschliche Körper und die menschliche Seele mit der Umwelt verknüpft sind. Studien belegen nun, dass Aluminium mindestens einen Beitrag liefern kann zur Alzheimerentstehung, vielleicht auch grundsätzlich ursächlich ist.

Zum aktuellen Stand der Forschung finden Sie im folgenden eine Information der Alzheimer Forschung Initaitive e.V. (kursiv gekennzeichnet)

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Alzheimer-Krankheit und Aluminium?

Metalle stehen in Zusammenhang mit neuro-degenerativen Erkrankungen, jedoch ist es unwahrscheinlich, dass sie die alleinige Ursache für diese sind. Das Interesse an dem Zusammenhang zwischen Aluminium und Alzheimer-Krankheit entstand, als bei Autopsien der Gehirne von verstorbenen Alzheimer-Patienten festgestellt wurde, dass diese höhere Konzentrationen von Aluminium aufwiesen, als dies gewöhnlich der Fall ist. Die toxische Wirkung von Aluminium war in den zurückliegenden Jahrzehnten Gegenstand vieler kontroverser Diskussionen.

Obwohl man generell davon ausgeht, dass das Metall harmlos für die Gesundheit des Menschen ist, wurde diskutiert, dass Aluminium eine Rolle bei der Alzheimer-Krankheit spielt. Der exakte Mechanismus der Toxizität von Aluminium ist nicht bekannt und ein direkter Zusammenhang konnte nicht festgestellt werden. Viele Wissenschaftler glauben, dass die Anhäufung von Aluminium im Gehirn von Alzheimer-Patienten eher aus der Zerstörung der Nervenzellen resultiert, als sie Ursache der Zerstörung ist. Allerdings gibt es einige Beweise dafür, dass Aluminium-Verbindungen die Bildung von so genannten Freien Radikalen erhöhen. Die Molekular-Bruchstücke, die ständig im Körper entstehen, zerstören Eiweiße und spielen eine Rolle bei verschiedenen Krankheiten. In Verbindung mit der Alzheimer-Krankheit könnten sie eine wichtige Rolle bei der Zerstörung der Nervenzellen spielen. Über Aluminium ist auch bekannt, dass es die Aktivität einiger Schlüssel-Enzyme im zentralen Nervensystem verändert.

Ein erhöhtes Alzheimer-Erkrankungsrisiko wurde gezeigt in Gegenden, in denen hohe Konzentrationen von Aluminium im Trinkwasser sind (Zeitschrift für Allgemeinmedizin, 2000, The Lancet 1989). Das steht im Kontrast zu Studien, die den möglichen Zusammenhang von Alzheimer-Krankheit und Antazida (Säurebindende Mittel mit hoher Konzentration von Aluminium) untersuchten und größtenteils negative Ergebnisse gezeigt haben. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) besteht kein Zusammenhang zwischen der Aluminiumaufnahme aus Lebensmittelbedarfsgegenständen und Alzheimer. Die Aluminium-Belastung durch Koch-Utensilien, Backpulver oder Deodorants reicht nicht aus, die Krankheit zu verursachen.

Wie kann Aluminium in meinen Körper gelangen?

Wie im Text der Alzheimer Stiftung erwähnt, gibt es Aluminium durch Koch-Utensilien, Backpulver und Deodorants. Dies ist jedoch nur ein verhältnismäßig kleiner Teil. Koch-Utensilien bedeutet nicht nur, dass Sie einen Aluminiumtopf zuhause haben, sondern es bedeudetet genauso, dass in den meisten Restaurants und Kantinen mit Aluminiumtöpfen gekocht wird. Das bedeutet, dass sie bei jedem auswärtigen Essen Alumiunium aufnehmen.

Die Senfsoße entlarvt den Aluminiumtopf

Ich besaß vor einigen Jahrzehnten einen Aluminiumtopf mit doppeltem Boden und Wasser im Zwischenraum, sehr gut geeignet für Pudding und Soßen. Damals hatte ich eine Senfsoßenphase. Ich kochte mir zu allen möglichen Gerichten immer Senfsoße. In diesem Topf. Das war sehr praktisch, weil da nichts anbrannte. An einem Tag hatte ich wenig Zeit und beschloss, die Soße im Topf zu lassen. Über Nacht. Am nächsten Morgen nahm ich den Deckel ab und begann damit, die Soße aus dem Topf in ein anderes Gefäß zu entsorgen. Und erstarrte. Die Wand des Topfes war genau ab der Höhe der Senfsoße spiegelblank. Spiegelblank geätzt. Die Soße hatte die Oberfläche des Topfes, die davor matt oxidiert war, flächendeckend weggeätzt. Innerhalb von zwölf Stunden. Ich habe den Topf sofort weggeworfen und mir nie wieder einen Aluminiumtopf gekauft.

Damals wusste ich noch nicht von dem Zusammenhang mit Alzheimer. Aber es war mir klar, dass es nicht gesund sein konnte, wenn ich verhältnismäßig große Mengen Aluminium zu mir nehme.

Die Großtante mit Alzheimer und Aluminiumgeschichte

Ein Wort vorweg: die folgende Geschichte kann natürlich kein flächendeckend wissenschaftlicher Nachweis sein. Aber es ist eine Beobachtung. Und Wissenschaft besteht aus Beobachtungen. Wie Sie die Geschichte bewerten, liegt an Ihnen. Für mich zeigt sie, zusammen mit den wissenschaftlichen Beweisen aus der Alzheimerforschung, in eine Richtung.

Das Leben ist komplex und Entstehungsabläufe deshalb meist multifaktoriell. Deshalb gibt es keine 100%igen einfachen Aussagen, was einzelne Komponenten zur Entstehung von Krankheiten betrifft. Es gibt immer auch Ausnahmen und Alternativen.

In meiner mütterlichen Großfamilie gibt es sehr viele Menschen, vor allem Frauen, die relativ alt werden, meist über 90. Von der ganzen Menge aus dem gleichen Gentopf hatte nur eine einzige Großtante Alzheimer. Und zwar sehr ausgeprägt über mehrere Jahrzehnte. Wenn Sie aus dem Zimmer ging, wusste sie nicht mehr, wo sie wohnte. Sie erkannte ihre Geschwister und andere Familienmitglieder nicht mehr. Sie wusste nicht mehr, dass sie seit 30 Jahren in Rente war.

Was war der Unterschied zwischen ihr und allen anderen, circa einem Dutzend ihrer Geschwister und Cousinen? Sie war Diakonisse, hatte ihr Leben im Krankenhaus verbracht. Sie hatte dort ab ihrem 15. Lebensjahr gearbeitet und gelebt. Und auch nach ihrer Pensionierung lebte sie im Altenheim des Krankenhauses, auf dem Gelände des Krankenhauses. Das hatte in den 10er Jahren des 19. Jahrhunderts begonnen. Damals war es üblich, in solchen Anstalten in Aluminiumtöpfen zu kochen und mit Aluminiumbesteck zu essen. Und das tat meine Großtante wohl fast ihr ganzes Leben lang. Von 14, 15 ab bis sie starb mit über 90. Die letzten Jahre gab es kein Aluminiumbesteck mehr, aber immer noch wurde in Aluminiumtöpfen gekocht.

Alle anderen Familienmitglieder hatten auch zweitweise mit Aluminiumbesteck gegessen, oder manchmal aus Aluminiutöpfen. Aber nicht flächendeckend und ausschliesslich über 80 Jahre. Die restliche Familie hatte zu mehr oder weniger großen Teilen aus normalen Kochtöpfen gegessen, zuerst Stahl, emaillierter Stahl, dann Edelstahl. Und sie haben sich vorwiegend aus dem eigenen Garten ernährt. Die Großtante hatte ihr Leben lang nur Großküchenessen.

Aluminium, Alzheimer und wir

Was folgt daraus? Was für Sie daraus folgt, ist Ihre Entscheidung. Sinnvoll wäre in den meisten Fällen, Aluminium so gut wie möglich zu vermeiden, vor allem im Zusammenhang mit Säure. Denn Säure greift Aluminium besonders an, löst mehr Mengen aus dem Topf direkt ins Essen. Und damit nehmen wir direkt verhältnismäßig große Mengen auf.

Aluminium ist fast überall

Aluminium ist massenhaft präsent: im Tetrapack zwischen Plastikfolie und Papier. In allem, was in Tetrapack verpackt ist: Milch, Sojanachtisch … Aluminium ist auch in allen Plastikbehältnissen mit Alu-Deckel: Joghurt, Sahne, Rahm, Streichkäse und vielem mehr. Aluminium ist als Trennmittel in Backpulver und anderen Produkten. Aluminium ist in Deodorants. In sehr vielen Restaurants und Kantinen wird immer noch in Aluminiumtöpfen gekocht. Vielleicht haben Sie selbst noch Aluminiumtöpfe, Aluminiumbehältnisse, Aluminiumbesteck …

Last but not least ist da die allgegenwärtige Alumiumiumfolie. Ob privat zur Verpackung von Lebensmitteln, zum Grillen oder zum Einpacken von Proviant oder beim Kaufen von Fastfood.

Aluminium vermeiden – wie?

Eigentlich ganz einfach: die oben genannten Aluminiumquellen meiden. Leider ist es in der Umsetzung nicht immer ganz so einfach. Denn konsequenterweise müssten sie dann darauf verzichten, in Restaurants zu essen. Oder dort nachfragen, in welchen Töpfen sie kochen. In manchen Restaurants, in denen offen gekocht wird, kann das Kochgeschirr auch direkt eingesehen werden. Und meistens ist es aus Aluminium.

Aluminiumfreie Deodorants

Ein weiterer hilfreicher Schritt: kein Deodorant mit Aluminium verwenden. Sehen Sie auf die Inhaltsstoffe. Es gibt seit neuestem auch manche ohne Aluminium, beispielsweise von Weleda und anderen Naturfirmen. Konventionelle Deodorants enthalten meist noch Aluminium und anderen schädliche Stoffe, auch wenn in der Werbung und auf dem Etikett mit vermeintlich naturverbundenen Pflanzen geworben wird. Sie können auch selbst basisches Deodorant herstellen aus Natron oder anderen Basen – einfach, gesund und preiswert. Mehr Information zu basischem Deodorant finden Sie hier.

Lebensmittel im Glas mit Schraubdeckel

Kaufen Sie Joghurt im Glas, Milch in der Glasflasche und vermeiden Sie Tetrapacks. Die neue „hippe“ Variante von Upcycling und Urban Gardening Tetrapacks als Blumentöpfe zu benutzen, halte ich wegen des Aluminiums für äusserst gefährlich. Die Tetrapacks sind aufgeschnitten und mindestens an dieser Stelle liegt das Aluminium offen und tritt in Kontakt mit seiner Umwelt. Die Plastikfolie auf der einen Seite, die Pappe auf der anderen, werden meist früher oder später verletzt, lösen sich mit der Zeit immer mehr auf und das Aluminium dazwischen tritt so immer stärker in Kontakt mit der Umwelt, Dies bedeutet, dass dadurch de Boden für die Pflanze mit Aluminium kontaminiert wird, die Pflanze das Aluminium aufnimmt und der Mensch über die Pflanze die Belastung mitisst.

Versuchen Sie als Alternative die Produkte im Glas, in Stahl oder Edelstahl zu kaufen, zu pflanzen, zu kochen.

Aluminiumfreie Lebensmittel

Viele Produkte gibt es ohne Aluminiumbehandlung. Beispielsweise können Sie einfach reines Natron anstatt Backpulver kaufen. Das wirkt genauso gut beim Backen und ist ohne weitere Zusatzstoffe.

Hilfreich ist das Kaufen im Bioladen, da es dort bereits viele Alternativen zu konventionellen Produkten und konventioneller Verpackung gibt. Doch auch hier ist es wichtig, genauer hinzusehen.

Ein schönes, gesundes Leben

Die Umstellung erscheint oft schwierig, weil es eine Änderung der Gewohnheiten bedeutet. Und Gewohnheiten beizubehalten spart Energie. Das Umdenken benötigt Energie: Aufmerksam sein, neu denken, neu tun. Aber das Umdenken ist auch eine Chance, die alten gewohnheiten, die nicht so passend sind gegen neue, passendere auszutauschen, die uns nicht nur gesünder, sondern vielleicht auch glücklicher machen.

Das selbstgekochte Mittagessen im Glas, das wir ins Büro mitnehmen, ist erst einmal Umstellung und Arbeit. Aber dann ist es auch leckerer, gesünder und wir fühlen uns danach besser als nach dem Mittagessen vom Italiener mit der pappigen Fertigsoße über den halbzerkochten Fertignudeln und dem Alibisalat, der nur nach grün angestrichener Pappe mit Fabriksoße schmeckt. Unser Köper bekommt, was er braucht und danach sind wir gut versorgt, gut gelaunt und leistungsfähig. Und die Mittagspause und das Arbeiten danach machen mehr Spaß. Und, ach ja, weniger Aluminium ist auch drin. Und damit stehen die Chancen ganz gut, dass ich auch noch Spaß habe mit Leuten, die ich (er-)kenne, wenn ich 90 bin. Und die Freude auf eine angenehme Zukunft ist noch ein Plus. Da fällt der Aufwand der Umstellung gegen so viele Vorteile doch eher mickrig aus.

Und nach der Umstellung ist die neue Gewohnheit dann die gesunde. Und das macht die neue Routine wieder leichter. Das neue Deo steht im Bad, das Essen im Glas für´s Büro im Kühlschrank. Mit Freundinnen und Freunden kochen wir jetzt mehr zuhause. Und die alte Gewohnheit? Als Ausnahme darf sie ab und zu mal auftauchen. Wieso auch nicht. Denn die Ausnahme bestätigt die Regel.

Viel Freude beim gesunden Leben!

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