Basischer pH-Wert des Gewebes in Zusammenhang mit Wundheilung

Es gibt verschiedene Quellen, die von einem Zusammenhang von pH-Wert des Gewebes und Wundheilung sprechen. Dies kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen. Die Wundheilung läuft in übersäuertem Gewebe schlechter ab und dauert länger.

Übersäuerung setzt den Stoffwechsel der Zellen herab

Eine geringere Versorgung mit Blut bedeutet eine geringere Versorgung der umliegenden Zellen mit Nährstoffen und einen reduzierten Abtransport von Abfallstoffen aus der Zelle. Insgesamt gibt es bei einer Minderdurchblutung weniger Austausch als im optimalen Fall. Bei einer Wunde braucht diese eine besonders gute Versorgung. Einmal mit Blutzellen wie den Blutplättchen (Thrombozyten), die helfen, die Wunde äusserlich und innerlich zu verschliessen. Je schneller die Wunde aussen verschliesst, je schneller ist sie geschützt vor Bakterien und Viren und damit vor Infektionen. Je schneller die Wunde innen verschliesst, je weniger Blut fliesst ins umliegende Gewebe.

Bei dem anschliessenden Heilungsprozess, bei dem die defekte Stelle in Haut und Gewebe wieder geschlossen wird, benötigt der Körper besonders an dieser Stelle viele Zellen, die diesen Aufbau gewährleisten können.

Stoffwechsel, pH-Wert und die Arbeit der Zellen bei der Wundheilung

Weiterhin braucht er weitere Zellen wie weisse Blutkörperchen (Leukozyten), die eventuell eingedrungene Fremdstoffe ausschalten, bevor diese Schaden anrichten.

Im weiteren Verlauf der Heilung werden die Reste der Haut und des Gewebes, die durch den Unfall abgestorben sind, abtransportiert. Dafür braucht der Körper wieder andere Zellen, die zum Ort des Geschehens kommen und die sich mit den abzutransportierenden Teilchen wieder wegbewegen.

Weiterhin trat bei der Verletzung Blut ins Gewebe, das ebenfalls abtransportiert werden muss. Bei einer grösseren Menge Blut, das sich im Anschluss an die Verletzung verfestigt, kann dieser Prozess über Tage, Wochen und Monate gehen. Dieser Bluterguss (Hämatom), im Volksmund auch „blauer Fleck“ genannt, behindert zusätzlich den Stoffwechsel, das heisst den Austausch zwischen den Zellen.

Der Prozess der Wundheilung braucht einen gut funktionierenden Stoffwechsel der Zellen für einen möglichst reibungslosen Ablauf. Ein pH-Wert, der in den sauren Bereich geht ist ein Aspekt, der durch die Herabsetzung der Durchblutung und des Sotffwechsels den Heilungsprozess behindert und damit verlangsamt. Dauert die Heilung länger, gibt das weiteren Behinderungen wie Entzündungen und dadurch verursachte Sekündärheilungen verbesserte Chancen ungünstig einzugreifen.

Basische (Teil-)Bäder und Wickel als Unterstützung der Wundheilung

Um dies ganz praktisch umzusetzen, macht es Sinn, bei einer Verletzung, wenn sie nicht mehr direkt blutet, ein basisches Bad zu nehmen oder einen basischen Wickel anzulegen. Natürlich können Sie gerne dazu ein basisches Vollbad nehmen.

Sie können aber auch einfach einen Viertel Teelöffel Base in eine Tasse Wasser geben und, falls Sie sich beispielsweise in den Finger geschnitten haben, den Finger in der Tasse baden.

Dazu gibt es keine Faustregel, aber der Finger kann immer wieder eine Zeitlang gebadet werden, beispielsweise stündlich eine Viertelstunde am ersten Tag. Und an den folgenden eine Stunde einmal oder zweimal täglich. Falls die Wunde an einer nicht so exponierten Stellle liegt, können Sie auch einen basischen Wickel auflegen.

Der Wickel funktioniert ebenso wie die Tasse Basenbad mit einem Viertel Teelöffel Base und etwas Wasser, darin ein Stück Stoff eintauchen und auf die Wunde auflegen (nicht auf die offene Wunde). Darüber bei Bedarf ein trockenes Tuch. Den Wickel am ersten Tag entsprechend stündlich auffrischen, an den Folgetagen ein- bis zweimal täglich auflegen, je nach Größe der Wunde und Heilungsprozess.

Basische Ernährung unterstützt die heilungsfördernde Wirkung

Es ist weiterhin hilfreich, sich insgesamt basisch zu ernähren. Gerade bei großen Unfällen kann dies von entscheidender Bedeutung sein. Wer einmal den Unterschied zwischen ähnlichen Verletzungen und Heilungsprozessen bei Rauchern und Nichtrauchern gesehen hat, weiss, wieviel eine gute Durchblutung bedeutet. Bei großen Operationen und Unfällen kann dies den Unterschied ausmachen zwischen lebenslangen gesundheitsbeeinträchtigenden Folgen und einer raschen und folgenlosen Genesung.

Durch eine ganzheitliche basische Ernährung wird nicht nur die Durchblutung an sich gefördert, sondern der Körper bekommt auch eine ausreichende Menge an Vitaminen und Mineralien, da der Bedarf im Falle einer Rekonvaleszens erhöht ist.

Eine ganzheitlich basische Versorgung des Körpers unterstützt den optimalen Ablauf

Wird dem Körper eine ausreichende Menge all dessen zugeführt, das er zur Wiederherstellung braucht, kann er rasch und komplikationslos den Regenerationspozess durchführen. Bekommt er manches verzögert oder nicht, kann es wie gesagt zu Wundheilungsstörungen und dadurch zu Komplikationen wie Entzündungen, weiteren Operationen bis zum Verlust von Körperteilen kommen.

Nach dem Unfall ist vor dem Unfall –  kontinuierliche Unterstützung des Stoffwechsels durch Ernährung, Sport und Basisches Baden

Die beste Basis ist ein Körper, der bereits vor dem Unfall gesund und basenüberschüssig ernährt wurde, regelmäßig entsäuert mit basischen Bädern, fit mit ausreichender körperlicher Betätigung wie Sport oder Yoga auf dem Boden einer entspannten inneren Grundhaltung mit kreativer selbstbestimter Betätigung. So kann der Körper auf der Höhe seiner Kraft sein und Störungen leicht ausgleichen.

Mehr zum Thema unter www.basischesbaden.de
Persönliche Information und Beratung unter www.andrea-hofmann.de