Für viele Blockaden, die ein freies und erfülltes erwachsenes Leben behindern, finden sich die Ursache in mehr oder weniger traumatischen Erlebnissen der Kindheit.

Diese Erfahrungen führen dazu, dass Menschen in Situationen, die an die Verletzungen von damals rühren, sich wieder verletzt fühlen, überempfindlich reagieren, weil die offene Wunde wieder berührt wurde und schmerzt. Sie werden zurückgeworfen in ihr damaliges traumatisches Erlebnis, zurückgeworfen in ihre Kindheit, werden wieder Kind. In diesem Moment sind sie gefühlt das verletzte Kind in einem erwachsenen Körper, die 8jährige in einem 36 Jahre alten Körper. Sehr oft ist diese Rückkoppelung unbewusst oder nur teilweise bewusst.

In der Arbeit mit dem inneren Kind können über Übungen zu verschiedenen Kindheitsabschnitten die jeweiligen Probleme der Reifestufen im Leben der Betroffenen gefunden werden. Die frühere Verletzung als Kind kann gesehen werden, sie kann angenommen werden und so heilen. Die Annahme der Realität, die in der akuten Situation im Kindesalter für das Kind nicht möglich war, kann so Schritt für Schritt als erwachsene Person nachgeholt werden. So kann die Ursache, die Blockade von früher, gelöst werden.

Durch die Annahme der Realität, auch in Situationen aus der Vergangenheit, beispielsweise einer Erfahrung aus der Kindheit, wird das Potential des Menschen in diesem Punkt freigesetzt. Das unbearbeitete Trauma hält diesen Teil der Persönlichkeit fest, er ist wie „eingefroren“ in diesem frühen, verletzten Entwicklungsstand. Ganzheitliches Sehen und Annehmen aktiviert den Teil, „taut“ ihn „auf“. So kann der Mensch sein zuvor gehemmtes Potential entfalten. Dies ermöglicht bewusstes, freies und selbstbestimmtes Agieren in der Gegenwart.

Wenn die oder der Einzelne in den betreffenden Entwicklungsstufen sich nicht beschützt, unterstützt und ungehindert entfalten konnte, zeigt sich das in Symptomen wie Minderwertigkeitsproblemen, kreativen Hemmungen, zu wenig Selbstvertrauen, Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Sucht, Zwang, Gewalt und Missbrauch (Opfer und/oder Täter_in). Weiterhin können Vertrauensprobleme, Selbstbestrafung, narzisstischen Störungen und Wunderglaube auftreten. Häufig sind Depressionen neben anderen Formen wie sexuellen Störungen, undiszipliniertem Verhalten, Denkstörungen, Apathie und Suicidtendenzen (-versuchen).

Problematische Erfahrungen wirken sich in jeweiligen Phasen abhängig von der entsprechenden Entwicklungsstufe unterschiedlich aus. Beispielsweise ist das Hauptthema der Säuglingsphase (0 – 9 Monate) die Entwicklung des Urvertrauens und als Störung die Entwicklung von Misstrauen. In der nächsten Phase, der des Kleinkindes (9 Monate bis 3 Jahre) entwickelt sich im gesunden Fall Autonomie im gestörten Scham und Zweifel. DIe Vorschulzeit (3 bis 6 Jahre) ermöglicht die Ausbildung von Initiative oder aber führt bei Problemen in der Phase dazu, dass sich Schuldgefühle bilden.

Im Alter von 6 Jahren bis zur Pubertät kann sich gesunder Fleiss und Aktivität entwickeln, im gestörten Fall wird das Fundament für Minderwertigkeitskomplexe gelegt. In der Phase von Pubertät und Adoleszens (circa 13 bis 26 Jahre) findet der Mensch in einer gesunden Entwicklung zur eigenen Identität, die Störung produziert Rollenkonfusion und Identitätsstörungen.

Störungen und Probleme mit ihren Folgeerscheinungen begleiten in vielen Fällen, wenn sie nicht in irgendeiner Form bearbeitet werden, den Menschen sein Leben lang.

Mit verschiedenen Methoden wie beispielsweise der Inneren-Kind-Arbeit können die Probleme gefunden und gelöst werden. So können die Betroffenen in jedem Lebensalter zu ihren eigenen Wurzeln und zu ihrer eigenen Kraft und Kreativität (zurück) finden.

Weitere Information und Beratung zur Arbeit mit dem Inneren Kind:
www.andrea-hofmann.de Raum für Innere Arbeit in Berlin Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg / Friedrichshain und Treptow / Neukölln